Nils Thomsen Pfeifenmachertabak Nummer 17 (Nic)

Der NTP #17 ist auf Nils‘ Website noch nicht zu finden; im Laden sehr wohl. Und das es sich hier um einen Tabak handeln muss, der mir gefällt, ist schon im „Untertitel“ des Namens erkennlich. Die Nummer 17 geht auf meine Idee für einen Tabak zurück; einen Tabak, den ich
täglich und in Mengen rauchen möchte. Gemeinsam mit Nils und K&K gelang dieser wunderbare Engländer.

Bei der Lieferung im Bulk (es gibt ihn natürlich auch in 50 und 100 Gramm Dosen) fällt auf, dass der Tabak sowohl aus groben ready-rubbed-Stücken als auch aus sehr feinem Tabak besteht. Es empfiehlt sich hier, den Tabak vorher etwas umzurühren, in ein Vorratsgefäß umzufüllen und sich seinen Tagesbedarf in kleineren Dosen abzufüllen. Der Tabak ist – so wie ich ihn bekam – sehr elastisch und mit genau der rechten Feuchte. So ist das Stopfen und Entzünden kein Problem.

Schon beim ersten Schnuppern am Tabak entfuhr mir ein „Aha!“. Mir scheint der Tabak leicht aromatisiert zu sein – dieser (natürlich) süße Duft kommt mir für reinen Tabak fast unnatürlich vor. Insgesamt überwiegt ein fast fruchtig zu nennender Geruch. Die süß-sauren Töne des Virginias sind zu erkennen und der Latakia versteckt sich auch nicht. Den BC meine ich an einigen harten und schwarzen Tabak-Stücken zu erkennen.

Nach dem Entzünden entfaltet sich ein vollmundiger, fast sämiger Geschmack. Er ist geprägt von einer anmutigen Süße, die von der immer präsenten Latakia-Würze begleitet, aber nie erschlagen wird. Dieses Zusammenspiel vom wirklich wunderbar weichen Geschmack des Virginias (und des BC) und der dagegen gestellten Rauchigkeit des Latakias habe ich noch bei keinem anderen Tabak gefunden.

Interessanterweise konnte ich schon einige Pfeifenraucher zum NTP 17 „bekehren“, die zuvor nur Aromaten rauchten. Der Tabak riecht zwar im Raumdurft eindeutig englisch; schmeckt aber vordergründig natürlich süß. Er brennt hervorragend ab und schmeckt mir mit Filter etwas gleichförmiger. Ohne Filter kommt er mir spannender vor; aber auch etwas zungenreizender. Drum rauche ich den Tabak mal so und mal so.

Der NTP 17 glimmt relativ langsam und gleichmäßig ab und braucht nur wenig Aufmerksamkeit. Selten ist ein Nachstopfen erforderlich; selten die Benutzung eines Reinigers. Die Asche ist nicht homogen, sondern variiert zwischen weiss und schwarz.

Fazit:
Die Nummer 17 ist von der ersten Probe an mein Favorit geworden. Ich habe hier meinen All-Day-Smoke gefunden. Sicherlich gibt es etliche Engländer, die ausnehmend gut sind. Und die werden auch weiterhin in meiner Tabakbar Platz finden. Aber die Nummer 17 hat meinen bisherigen All-Day-Engländer (Th. Timm 59) von Thron gestoßen.

Vergleichbar ist der Tabak ansatzweise mit dem Red Tag (Keistler) – der allerdings kräftiger aromatisiert zu sein scheint. Andere Vergleiche fallen mir nicht ein.

Unnötig zu erwähnen, dass der Tabak meine uneingeschränkte Empfehlung hat. Mit dem ebenfalls sehr alltagstauglichen Tabak #16 und der überaus gelungenen Nummer 8 ein Highlight in Nils Hausmischungen.

(05.01.04)

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Eine Antwort zu “Nils Thomsen Pfeifenmachertabak Nummer 17 (Nic)

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